
Erkelenz ist eine attraktive und liebenswerte Stadt. Um die Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt weiter zu verbessern, werde ich mich besonders für unsere ganz jungen Mitmenschen und die älteren Bürgerinnen und Bürger in Erkelenz einsetzen.
Bildung ist sehr wichtig! Bildung ist ein Rohstoff, den wir selbst immer wieder erneuern und verbessern können. Investitionen gerade im Bereich Bildung sind somit für uns alle zukunftsichernd. Auch hier können Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden.
Deshalb ist Bildung mein politischer Schwerpunkt. In Erkelenz sind wir im Vergleich zwar schon gut aufgestellt, allerdings gibt es einige Bereiche, die noch nicht zufrieden stellend gelöst sind. So reicht zum Beispiel das Angebot der Kita–Plätze für die ganz Kleinen nicht aus, um den Bedarf der nachfragenden Familien zu decken. Auch die gesetzlichen Planungen zur allgemeinen Kita-Landschaft, die die Betreuung der unter 3 jährigen Kinder unter Berücksichtigung des zwischen Bund und Ländern vereinbarten Finanzierungsprogramms bis 2013 verbessern will, haben hier noch nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Ich werde mich für mehr Flexibilität und Dynamik in diesem Bereich einzusetzen. Die Angebote im Kita–Bereich müssen den tatsächlichen Bedürfnissen der jungen Familien Rechnung tragen!
Vor allem muss uns bewusst sein, dass auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kita–Bereich Grenzen hat. Schon jetzt leisten viele der Erzieherinnen wesentlich mehr als ihnen entgolten wird. Ohne diese besondere Einsatzbereitschaft würde Vieles nicht funktionieren. Personal ist teuer, aber hier stellt sich die Frage, was uns die Betreuung unserer Kinder wert ist und welchen Stellenwert diese hat. Ich werde mich deswegen dafür einsetzen, dass für unsere Kinder eine angemessene Anzahl an Erzieherinnen bereitsteht, und diese mit ihrer guten Ausbildung und für ihr besonderes Engagement angemessen entlohnt werden.
Die Forderung nach einer Gesamtschule rundet diesen Bereich ab. Erkelenz ist im Kreis Heinsberg die größte Schulstadt und soll es auch bleiben. Wer die aktuellen Diskussionen um das starre dreigliedrige Schulsystem (Grund- und Hauptschule, Realschule und Gymnasium) verfolgt, erkennt sofort, dass Bildungsexperten schon seit langem auf der einen Seite den dauerhaften Bestand der Hauptschule und auf der anderen Seite die viel zu frühe Entscheidung über den weiteren Schulweg nach nur vier Schuljahren in Frage stellen.
Auch wir sind der Meinung, dass ein zukunftsweisendes Schulsystem sich hier in Erkelenz mehr an den tatsächlichen Bedingungen der Schülerzahlen, aber vor allem an besseren Bildungsperspektiven unserer Kinder ausrichten muss.
Wir sind sicher, dass das Konzept einer Gesamtschule das Angebot in Erkelenz nachhaltig erweitern und verbessern kann. Es kann allen Kindern nicht nur eine neue Chance geben, ihre Fähigkeiten länger auszubilden und später auf einen bestimmten Bildungsabschluss zu konzentrieren, sondern ermöglicht auch denen, die im dreigliedrigen Schulsystem nicht ihren richtigen Platz finden, den für sie bestmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen.
Ein weiterer politischer Schwerpunkt, der für mich eine besondere Bedeutung hat, ist der kommunale Wohnungsbau. Angesichts der demografischen Entwicklungen, die auch in Erkelenz erkennbar sind, war es ein Fehler, dass sich die Stadt aus diesem sozialen Aufgabenbereich mehr oder weniger verabschiedet hat. Die SPD und ich fordern ganz klar, dass sich Erkelenz auf diesem Gebiet wieder neu und generationenübergreifend engagiert. Ich kann mir sehr gut einen kommunal getragenen Wohnungsbau vorstellen, der ein barrierefreies und kindgerechtes Zusammenleben aller Generationen ermöglicht. Wir setzen deswegen auf das Konzept eines generationenübergreifenden kommunalen Wohnungsbaus. Wir wollen ein preiswertes Wohnen in einer großen Gemeinschaft ermöglichen.
Es liegt der SPD Erkelenz und mir am Herzen, dass wir uns in unserer Stadt zu Hause fühlen und in einer Gemeinschaft leben. Erkelenz soll für alle eine Heimat sein. Die Erkelenzer SPD und ich werden auch die Menschen weiter begleiten und unterstützen, die hier ein Stück Heimat verlieren werden oder schon aufgeben mussten. Ich meine die von der Umsiedlung betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Diese Umsiedler sollen in unsere Stadt nicht nur ihr zu Hause haben, wir wünschen Ihnen auch Ihre Heimat wieder zu finden und so gut es eben geht, wollen wir Ihnen dabei helfen. Immerath, Borschemich, Pesch, Lützerath und alle Orte, die noch folgen werden, dürfen nicht aus unseren Köpfen und Herzen ver-schwinden.
Ein „politischer Dauerbrenner“ ist nach wie vor der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Erkelenz. Es kann so nicht weiter gehen, dass während der Ferien weite Teile der Stadt vom ÖPNV abgeschnitten sind. Auch in den Abendstunden sind viele Stadtteile nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Zu einem Kinobesuch können Sie zwar noch aufbrechen, aber nach Hause kommen Sie dann nur noch zu Fuß. Ich werde mich stark machen dafür, dass sich die Anbindung der Außenbezirke der Stadt nicht nur auf die Zeit außerhalb der Ferien und Abend- und Nachstunden beschränkt. Ich setze mich ebenso dafür ein, dass aller Erkelenzer Bürgerinnen und Bürger am städtischen Leben durch einen darauf angepassten ÖPNV teilhaben können. Wo das nicht möglich ist, müssen wir nach alternativen Konzepten des ÖPNV – wie Rufbusse, Sammeltaxen - suchen.
Für eine Politik mit Herz und Verstand ist es wichtig, eine echte Bürgerbeteiligung mit allen Bürgerinnen und Bürgern - von der Jugend bis zu den Seniorinnen und Senioren - gemeinsam durchzusetzen. Wir haben dieses Thema schon vor fünf Jahren angestoßen. Deshalb will mich auch weiterhin für einen Ausbau der Bürgerbeteiligung einsetzen. Aber der so genannte „Runde Tisch“, der lediglich ein Arbeitskreis des Seniorenausschusses ist, ist nur ein Feigenblatt um echte Bürgerbeteiligung zu vereiteln. Er ist sicher ein Forum für die Seniorinnen und Senioren, aber das ist entschieden zu wenig!
Die Beteiligung an der Diskussion um das Schwimmbad zeigt deutlich, das der Wunsch und die Bereitschaft bei Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, sehr groß sind, Ihre Stadt mitzugestalten. Wir wollen Ihnen dafür den Raum schaffen. Es gibt verschiedene Beteiligungsmodelle, die wir mit Ihnen gemeinsam entwickeln wollen.
In der Verkehrsentwicklung wird für uns selbstverständlich das Thema „Fahrrad“ weiter erste Priorität haben. Auch die fahrradfreundliche Stadt war schon vor fünf Jahren eine Forderung der SPD Erkelenz. Nachdem sich die Verwaltung auf unser Drängen hin endlich stärker für diesen verkehrspolitisch so wichtigen Bereich einsetzt, muss nun die bauliche Verbesserung der Fahrradwege folgen. Die SPD hat viele für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer verkehrsneuralgische Punkte aufgezeigt, die dringend der Entschärfung oder des Umbaus bedürfen. Denn erst wenn das Radwegenetz sinnvoll gestaltet und baulich in Ordnung ist, ist Erkelenz wirklich fahrradfreundlich.
Wir werden unser Bemühen um die Umsetzung unserer Politik nicht nachlassen und weiter mit aller Kraft einsetzen.